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Leipzig ist im Kommen Warum jetzt jeder in Leipzig wohnen will

Leipzig Innenstadt I GlobeLetters

Seit einiger Zeit wird Leipzig nachgesagt, es sei das neue Berlin. Vermutlich als Kompliment gedacht, wird es der verrückten und jungen Stadt doch nicht gerecht, denn Leipzig ist kein Abklatsch der Hauptstadt, sondern eine spannende und facettenreiche Stadt, die ständig im Wandel ist und vielleicht so viel Vielfalt bietet, wie es sonst keine andere Metropole in Deutschland kann.

Multikulti im Osten, Kunst, Kultur und Parks im Westen Leipzigs

Graffiti Leipzig I GlobeLetters

Im Leipziger Westen und Osten hat die Subkultur ihr zu Hause. Versteckte Kneipen hinter voll gesprayten Türen, Lagerfeuer am Jahrtausendfeld und Feuerkünstler und Musiker auf der Sachsenbrücke. Überall findet man die Treffpunkte der meist jungen Bewohner, die sich in Eigeninitiative Raum zum Zusammensein schaffen.

Subkultur und Multikulti statt gefährlicher Straßen

In Leipzig gibt es viel Leerstand und genau dieser ungenutzte Raum schafft Platz für Kreativität und Eigeninitiative. So ploppt in der bekannten Eisenbahnstraße im Osten der Stadt gefühlt jede Woche ein neues Geschäft aus dem Boden. Barber-Shops, feministische Sex-Shops und alternative Cafés und Kneipen – der Osten Leipzigs ist voll im Kommen! Hier mischen sich Zugezogene aller Länder mit alteingesessenen Leipzigern und machen die angeblich gefährlichste Straße Leipzigs zu einem multikulturellen Ort, an dem ALDI und Konsum zwischen internationalen Lebensmittelshops, der „Küche für alle“ und der Erlebnisküche für Kinder stehen. Schlendert man abends durch die Eisenbahnstraße trifft man weniger auf Gefahr, sonder viel mehr auf lebhafte Ecken, an denen geplaudert, musiziert und geschlemmt wird.

Clara-Zetkin-Park, Sachsenbrücke und Karl-Heine-Straße

Leipzig Karl-Heine-Kanal I GlobeLetters

Im Clara-Zetkin-Park, auf der Sachsenbrücke oder in der Karl-Heine-Straße kommen die Bewohner des Leipziger Westens zusammen. Die Gegend gilt als das Zuhause der Kunstszene. Viele einst leerstehende Fabriken sind zu Künstlerateliers, Werkräumen und Stätten kreativer Projekte geworden. Kunst zum Anfassen, Bestaunen oder Mitmachen gibt es im Westfach in der Karl-Heine-Straße – ein Projektladen der Unikate verschiedener regionaler Künstler anbietet – oder in der Baumwollspinnerei. Hier sind kreative Köpfe am Schaffen, die ihre Kunst ausstellen, Workshops anbieten und das Fabrikgelände als Arbeitsraum nutzen. In der Zschocherschen Straße liegt der idyllisch angelegte Gemeinschaftsgarten Annalinde und keine zwei Kilometer weiter, am Rande des Clara-Zetkin-Parks, verbindet die Sachsenbrücke die beiden Uferseiten der Elster. Ein Ort, der gerade in den Abendstunden zum Treffpunkt junger Leipziger wird. Im Sommer vergeht hier kaum ein Tag, an dem nicht zusammen musiziert, gelacht und getrunken wird.

Innenstadt und Südvorstadt – die Touristenmagnete Leipzigs

Innenstadt Leipzig I GlobeLetters

Die Leipziger Innenstadt mit ihren herrschaftlichen Plätzen versprüht nostalgischen Flair und ist dennoch modern. Die breiten Einkaufstraßen und die wunderschönen historischen Gebäude ziehen vor allem Touristen an, die das Zentrum kennenlernen wollen. Zu jeder Jahreszeit sind die Straßen belebt, es wird geshoppt und Kaffee getrunken, geschlemmt und geschlendert. Wo im Winter der Weihnachtsmarkt fester Bestandteil ist, packen im Sommer die Straßenmusiker ihre Instrumente aus – vor Geschäften, im Park und an den Hauptplätzen der Innenstadt versüßen sie den Stadtbummel mit ihrer Musik.

Leipzig Feinkostgelände Südvorstadt I GlobeLetters

Auch die direkt ans Zentrum angrenzende Südvorstadt zieht viele Besucher an – vor allem am Abend. Die bekannteste Straße, die „Karli“, ist die Kneipenmeile Leipzigs und auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, wird sie wohl in jedem Reiseführer für Leipzig erwähnt. Neben internationalen Restaurants, Kneipen und bunten Läden tummeln sich hier auch jeder Menge Studenten, die in den Nebenstraßen ihr zu Hause haben. Auf dem Feinkostgelände, auf dem früher Konserven produziert wurden, findet regelmäßig ein Flohmarkt statt, der das Flair der Südvorstadt gekonnt widerspiegelt. Die angebotenen Waren sind bunt, die Besucher sind jung und die Verkäufer hipp gekleidet. Kurzum: Egal ob auf dem Flohmarkt, in der Kneipe oder auf dem Balkon der Studenten-WG: Die Südvorstadt ist bunt, gesellig und belebt.

Leipzig Feinkost Flohmarkt I GlobeLetters

Genug der vielen Worte – mein Fazit ist: Leipzig ist nicht einfach Leipzig! Denn jeder Stadtteil ist anders und vermutlich nimmt auch jeder Bewohner seine Stadt ein bisschen anders wahr. Für mich ist Leipzig jung, wild, lässig, vielfältig, idyllisch, urban und auch ein bisschen verrückt. Was so viele Leute nach Leipzig zieht und die Bevölkerung von Jahr zu Jahr wachsen lässt, liegt irgendwo zwischen den Zeilen. Vielleicht ist es dieser städtische Charme, diese Mischung aus urban und idyllisch, aus Großstadt-Flair und Ecken, die plötzlich aussehen wie eine französische Kleinstadt oder eine Einkaufsstraße in der Türkei. Fakt ist: In Leipzig ist ordentlich was los!

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